Interview mit dem Sprecher von En Marche Berlin

Vergangene Woche hat der unabhängige Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron Berlin besucht. Erster Stop war ein Treffen mit Franzosen in der deutschen Hauptstadt, denn Macron hat hier zahlreiche Anhänger. Die VI. Republik hat im Kurzinterview mit Thomas Lehmann, 20, dem Sprecher von En Marche Berlin, gesprochen:

Die VI. Republik: Hallo Thomas, erkläre doch bitte einmal kurz Deine Rolle bei En Marche.

Thomas Lehmann: Ich organisiere zunächst einmal die Jugendbewegung von bei En Marche in Berlin, veranstalte unter anderem Konferenzen an der Humboldt Universität, gebe Interviews und Auskunft über unsere Bewegung oder schreibe Analysen über die Politik in Deutschland.

VI: Emmanuel Macron war am 10. Januar in Berlin und Du warst auch dabei – wie war Dein Eindruck von diesem Tag?

TL: Es war sehr beeindruckend! Wir hatten nicht erwartet, dass so viele Leute kommen würden, wir haben am Ende 250 gezählt. Dass es so viel Applaus für Emmanuel Macron gab, hat mich aber nicht gewundert, da seine Politik für uns neu und erfrischend ist.

VI: Neu ist auch, dass Macron angekündigt hat, in seinem Team Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern zu vereinen. Wenn Macron in Deutschland Politiker wäre, in welcher Partei wäre er am ehesten zu finden?

TL: Das ist eigentlich nicht zu vergleichen. Zuerst finden sich im Programm sowohl rechte Ideen, als auch linke Ideen. Aber was die Zusammenarbeit mit Deutschland angeht, teilt Macron vor allem den europäischen Gedanken. Deswegen wird er sowohl von CDU-, als auch von SPD-Anhängern in Deutschland unterstützt. Er hat als Wirtschaftsminister sehr viel mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel zusammengearbeitet. Aber im Wesentlichen ist Macron, so denke ich, ein Linker mit neuen Ideen.

VI: Die Zusammenarbeit mit Deutschland war auch ein wichtiges Thema des Berlinbesuchs. Würde sich ein Präsident Macron gut mit einer Bundeskanzlerin Merkel verstehen?

TL: Meiner Meinung nach auf jeden Fall Er hat auch ihre Flüchtlingspolitik gelobt. Andererseits darf man nicht vergessen, dass einige Entscheidungen Merkels auf europäischer Ebene nicht dem entsprechen, was sich Macron wünscht, etwa mehr Investitionen in ganz Europa. Aber im Wesentlichen sind sich beide der Wichtigkeit Europas bewusst und würden gut zusammenarbeiten. Es gibt viel zu tun!

VI: Die letzte Frage: Was ist Dein Tipp für die Stichwahl um das Präsidentenamt?

TL: Ich denke, dass Macron Präsident wird und im zweiten Wahlgang Marine Le Pen schlagen wird.

VI: Vielen Dank für das Gespräch, Thomas!

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